Gaststätte und Pension 
"Zur Alten Sensenschmiede" Gaststätte und Pension
"Zur Alten Sensenschmiede"
Lindengasse 1
03222 Lübbenau/Spreewald
OT Klein Radden
Tel.: 035456/250
Fax: 035456/66167

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Chronik des Hauses

Die Schankberechtigung war in Klein Radden ursprünglich an das Erbrichtergut gebunden, daß sich 2 Häuser weiter im Haus Nr. 3 befand. Dieses Grundstück besaß der Gemeindeschmied. Die Schmiede befand sich am Ende des Hofes, etwas abseits von den anderen Häusern am Weg nach Groß-Radden zum Teich zu. 1812 ist Friedrich Lehmann als Huf- und Waffenschmied nachgewiesen. Davor hatte die Familie Howaß die Schmiede in Besitz. Der Schmied war neben dem Müller, von denen es in Klein-Radden bis vor 150 Jahren 2 gab, der einzige Handwerker im Dorf. Dieser wurde von den Bauern für verschiedene Reparaturen oder zur Herstellung von "Eiserzeich" in Anspruch genommen. Seine Nachfolger haben sich jedoch zu Sensenschmieden spezialisiert. Sensen waren ein Marktschlager, nachdem durch die Gemeinheitsteilung oder Separation in Preußen auch viele Bauern vom Spreewaldrand Wiesen pachten oder kaufen konnten und die Weidefütterung durch die Stallfütterung ersetzt wurde. Das durch den Sensenverkauf eingespielte Geld diente zum Bau der "Schankwirtschaft Heinrich Lehmann", wie man bis zur neuen Namensgebung lesen konnte. Der Grundbestand des Gebäudes wurde 1912 errichtet. In den 30er Jahren war die Gaststätte verpachtet und im Krieg wurde der Saal als Flüchtlingslager genutzt. Zunächst neben einer kleinen Landwirtschaft im Nebenerwerb betrieben, wurde die Gaststätte nach 1961 zum Haupterwerb. 1980 erfolgte der Umbau der Gaststube und nach der Wende die Einrichtung des Kaminzimmers, der Ausbau des Schenkstockes, der Toilettenanbau, der Anbau des Schmiedezimmers, der Kegelbahn und der Gästezimmer im Dachgeschoss und im Nebengebäude... Die Gaststätte wird seit ihrer Gründung in 4. Generation im Familienbesitz geführt.


[Schankwirtschaft Heinrich Lehmann 1921]


Auf einem kleinen Niederlausitzer Dorf stellt die Gaststätte auch den kulturellen Mittelpunkt des Dorfes dar. Ursprünglich wurden hier nur die Dorffeste wie Fastnacht, Stollereiten, Knedelball, Kirmes und später Feuerwehrball gefeiert, die Gaststube diente für Dorfzusammenkünfte und die Männer gingen mal "zu Biere". Seit den 60er Jahren fanden auch Betriebs- und Brigadefeiern der LPG statt. Nach der Wende hat sich unsere Gaststätte auf Tanzabende und auf Familienfeiern spezialisiert. Auch unsere Kegelbahn erfreut sich großer Beliebtheit.



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